Montag, 10. März 2008

bin wieder da

So, jetzt wird die Seite hier mal aufgefrischt. Erstmal muss ich euch die Thundercats vorstellen: das ist unsere tolle Volleyball Mannschaft, haben eine sehr lustige Zeit zusammen verbracht und viel gelacht z.B. als Joe (ganz rechts) meinte Jérome (leicht verzerrtes Gesicht) während dem Spiel anpupsen zu müssen. Jérome arbeitet in dem Labor gleich gegenüber von meinem und hat eine sehr weibliche Art, ist mit einem lauten „Oh my God“ zur Seite gesprungen und war sehr sehr empört. Ihr lacht nicht? Was? Naja, es war echte Situationskomik. Diese Szene hörte ich an dem Abend in einer der zwei (!!!) Bars in Ipswich noch ca. 20 mal. Jetzt ist das mit der Mannschaft erstmal rum, aber es wird umdisponiert und 6x6 gespielt. Ausserdem muss ich mich auf meine Tischtennis-Karriere konzentrieren. Habe ich doch schon ein paar Niederlagen in der Firma einstecken müssen. Aber irgendwann werde ich sie alle schlagen!! Mittwochs wird im Ipswicher Rathaus gespielt (ein Wunder, dass es bei der Größe überhaupt ein Rathaus gibt), da sind viele alte Männer, die sehr gut spielen, da wird gedrillt, geschmettert, dass die Bälle in alle Richtungen fliegen.
Weiteres großes Ereignis war NEW YORK CITY!!! Nach der Ankunft in dem besser von aussen als von innen aussehendem Hotel, war ich sehr euphorisch. Noch euphorischer wurde es, als wir die Metro nahmen, um gleich am Time Square auszusteigen und uns in das Lichtermeer zu stürzen. Ich musste erstmal einfach nur leicht schreien, ich denke man sieht den Wahnsinn in meinen Augen. Melissa freute sich auch mit geschlossenen Augen. Diese Leuchtreklamen waren bunt, grell, groß, überall und vor lauter Farbe und Licht und Menge achtete man auf den Inhalt dieser ganzen Werbungen kein Stück. Die müssen sich schon was anderes einfallen lassen, um mich zu beeinflussen. Vielleicht wirkt dass auch unterbewusst, denn es gab eine riesige 3-D M&Ms Werbung und am nächsten Tag konnte ich während einer gewissen Phase, an nichts anderes mehr denken. Aber mich kriegen die nicht! Habe mich doch enthalten können. Im Allgemeinen ist die Werbung in den Medien hier enorm. Im Fernsehen ca. alle 15min, es ist schon fast unangenehm einen Film zu schauen. Im Radio wird auch viel gelabert, aber dafür ist dort die Musik im Vergleich zu Deutschland besser. So, wir wollen nicht abschweifen… NYC… Man ist von den bunten Lichtern so überreizt, dass das abbiegen in eine Seitengasse, erstmal enttäuschend wirkt, vor lauter Farblosigkeit und man hat das Gefühl sich an die fade Realität erst mal gewöhnen zu müssen. Aber dann gibt’s wieder andere tolle Dinge zu Entdecken, so dass es nicht allzu lange andauert.

Zum Beispiel kamen wir zur rechten Zeit, um die abendliche Müllentsorgung der ganzen Restaurants und Bars mit zu verfolgen. Mit allen Sinnen!! Es gab unglaublich viel Müll!! Das ist auch so eine Sache an den USA an die ich mich nicht recht gewöhnen kann. Es fällt viel Müll an, fast überall bekommt man Pappbecher und Pappteller, auch wenn man sitzend im Café was trinken will, macht sich keiner die Mühe Tassen zu spülen. Naja, bequem ist es, zugegeben, aber daran gewöhnen will ich mich nicht.
Wir besuchten dann noch das Hardrock Café am Time Square, da gabs dann Gläser, und viele andere tolle Sachen, wie ein Anzug von Jimi Hendrix, dem Schlagzeug von Ringo Starr und eine Gitarre von Eric Clapton etc. Am nächsten Tag, nachdem wir unser Zimmer getauscht haben, weil der Teppich in unserem Zimmer scheinbar in Katzenpisse eingelegt worden war und uns etwas am erholsamen Schlaf hinderte, fuhren wir mit dem Böötchen von Manhattan aus an der Freiheitsstatue vorbei. Diese sich von uns entfernenden Wolkenkratzer, die man bisher nur aus dem Fernsehen kannte, sind echt beeindruckend. So riesig, so gleich und doch verschieden, unglaublich dass Menschen sowas auf die Beine stellen, und dass es vor allem einfach stehen bleibt. Die Wolkenkratzer stellten die gute französische Lady etwas in den Schatten, denn sie ist nicht besonders groß, aber besonders. Irgendwann werde ich der auch mal unter den Rock schauen! Die Rückfahrt war noch interessanter, weil man auf diese Riesenstadt zu schwamm und die Gebäude vielversprechend näher kamen. Wir wurden netterweise von einigen Schwalben begleitet, die sehr großherzig von den Touristen mit Popcorn gefüttert wurden. Dann stürzten wir uns in Manhattens Leben. Liefen an der Wall Street vorbei, wo ich unschwer diese bescheidene Amerika-Fahne entdeckte, spazierten am Ground-Zero vorbei, wo einst die Zwillingstürme standen. Dort klafft wirklich ein riesiges Loch, wo doch sonst ein Gebäude ans nächste gedrängt ist in NYC, ist dort eine Lichtung, die eine große Baustelle ist, wo nun der ca. 500m hohe Freedom Tower entstehen soll. Es war schon unglaublich, diesen Platz zusehen, und schwer vorstellbar, was damals am 11.September geschehen ist. Ich hoffe den ganzen Seelen, die dort ihre Hülle verloren, geht’s irgendwo anders gut!
Chinatown lag auch auf unserem Weg durch die Stadt, an jeder Ecke gabs mir unbekannte Pilze und andere getrocknete Merkwürdigkeiten in chinesischen Lebensmittelläden und jeder, der einem entgegenkam war Asiate, ich fühlte mich wirklich um die halbe Welt katapultiert, denn auch die Beschriftungen aller Läden waren in chinesisch. Echt lustig! Eins der Highlights war das Rockefeller Center, 259m hoch, die mit dem Aufzug erklommen werden konnten. Oben erwarteten uns 3 Aussichtsplattformen, eins besser als das andere, von diesen blickten wir hinab auf das nächtliche New York, voller Lichter und Geräusche, und von oben wirkten die Wolkenkratzer noch mächtiger und ich hätte Stunden oben stehen und in die Ferne starren können, es war sehr faszinierend (Fotos rechts). Dann gingen wir noch tanzen, in einer nicht weiter zu erwähnenden Disko, wir hatten aber Spaß und durften uns nach ein paar Stunden Tanz mit einer lässigen Handbewegung ein Taxi schnappen. Leider wurde es nicht so lässig, weil der erste Taxifahrer uns nicht mitnehmen wollte. Bei dem zweiten hatten wir aber Glück. Die grell gelben Taxis mit der Leuchtreklame auf dem Dach, sind überall und zu jeder Zeit. Manchmal sieht man davon mehr als von eigentlichen Autos. Sie sind echt günstig und innendrin lässt sich die Route auf einem interaktiven Bildschirm mitverfolgen.

Am nächsten Tag erkundeten wir den Central Park, dieser ist riesig, hat viele noch nackte Bäume, Spielwiesen, kleine Seen, große Seen und unglaublich viele Jogger und Eichhörnchen. Im Frühling und Sommer ist es sicher ein Traum, dieses Stück Natur, zwischen den Beton Riesen. Bin schon gespannt, es mal grün zu erleben!! Von den ganzen Wolkenkratzern fand ich meinen Schatz am letzten Tag, und zwar das Chrysler Building. Ich bin da sicher eine von Millionen, aber es ist einfach toll, silbern, elegant, riesig und weltberühmt aus Videoclips, Werbungen, Filmen etc.

So, nächstes Mal erwarten euch weitere Abenteuer, dann wird auch verraten, wo mein nächstes Flugzeug landet. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Na, errät es jemand?? Bis zum nächsten Mal!! Baba (sowas wie byebye)

1 Kommentar:

Catalina hat gesagt…

wooooow... :)